Neben einem weiteren Anstieg der Temperatur könnten nach den Berichten des Weltklimarats in Mitteleuropa einerseits Hitzewellen und die Dauer von Trockenperioden zunehmen, andererseits die Niederschlagsmengen in Regenphasen ansteigen. Die Variabilität des Klimas würde so größer werden und die Weinbaubetriebe vor neue Herausforderungen stellen, die sich regional durch unterschiedliche Klima- und Standortfaktoren auch verschieden auswirken.
Traubenfäule durch feucht-warme Witterung während der Reifezeit, zeitweise starker Infektionsdruck durch Mehltaukrankheiten oder Ertrags- und Qualitätsverluste durch Wassermangel in trockenen Jahren könnten so z.B. Vorboten zukünftig häufiger auftretender Entwicklungen sein.
Die deutschen Weinbaugebiete liegen in der nördlichen Zone des Weinanbaus und haben sicherlich von den bisherigen klimatischen Änderungen profitiert. Die Forschungen im Fachgebiet Weinbau beschäftigen sich mit der Analyse beobachteter und prognostizierter klimatischer Änderungen und deren Auswirkungen auf den Weinbau. Das ist die Vorraussetzung zur Erarbeitung geeigneter Anpassungsmaßnahmen, damit sich die Weinwirtschaft auf veränderte klimatische Bedingungen einstellen kann.
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