
28. Februar 1912 in Frankfurt am Main; † 2. Juli 1991 in Eltville
Julius Koch war von 1949 bis 1951 Leiter des Instituts für Gemüse- und Früchteverwertung. Von 1951 bis zu seinem Ausscheiden Ende 1959 war er zusätzlich Institutsvorstand und Professor der Forschungsanstalt Geisenheim.
Koch studierte vor dem 2. Weltkrieg in Frankfurt Pharmazie, Chemie und Lebensmittelchemie und promovierte 1939 zum Dr. rer. nat.. Als Leiter des Instituts für Gemüse- und Früchteverwertung baute er dieses nach dem 2. Weltkrieg wieder grundlegend auf und erwarb sich große Verdienste bei der Modernisierung des Bereichs der Gemüse- und Früchteverwertung und vor allem der Fruchtsafttechnologie. Seine international hohe wissenschaftliche Reputation spiegelte sich in über 200 Publikationen (u.a. das bekannte Fachbuch „Fruchtweine“, mittlerweile in der 7. Auflage) und in der Mitarbeit in zahlreichen Fachgremien wider.
Julius Koch arbeite bereits in seiner Geisenheimer Zeit eng mit der Getränkeindustrie zusammen. Eines der bekanntesten Ergebnisse dieser Zusammenarbeit ist der 1958 entstandene, erste konzentrierte Orangensaft in Flaschen der unter dem Namen „hohes C“ in Deutschland auf den Markt kam.
Herrn Prof. Koch wurde am 11.11.1987 die erste überhaupt vergebene Baumann-Gonser-Medaille verliehen.
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