Sprungmarken

Servicenavigation

Fachgebiet Technik

Hauptnavigation

Die bereits seit längerer Zeit laufenden Untersuchungen zur Risikoabschätzung des Hubschraubereinsatzes konnten mit Messungen der Querverteilung bei unterschiedlichen Einsatzbedingungen im Berichtsjahr zum Abschluss gebracht werden. Zusammen mit den Ergebnissen mehrjähriger Abtriftversuche bilden sie eine umfassende Bewertungsgrundlage und haben damit die positive Entscheidung der EU-Kommission für die weitere Zulassung von Luftfahrzeugen zur Applikation von Pflanzenschutzmitteln wesentlich beeinflusst. Eine detaillierte Publikation der Ergebnisse kann erst nach deren Freigabe durch die Zulassungsbehörden erfolgen.

Im Auftrag der Firma Bayer CS wurde mit der Durchführung einer neuen Grundlagenstudie zur Bewertung der ökologischen Risiken durch Abtrift begonnen. Aus Gründen der Vertraulichkeit können zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben zum Inhalt dieses Vorhabens gemacht werden. Es erstreckt sich voraussichtlich über einen Zeitraum von 2 Jahren und soll entlastende Argumente im Rahmen der Zulassung von Pflanzenschutzmittel liefern.

Mit einer weiteren Driftstudie, die im Auftrag des Industrieverbandes Agrar e.V. durchgeführt wurde, sollten die von den Zulassungsbehörden in Frage gestellten Abtrifteckwerte „Weinbau – frühes Stadium" einer Evaluierung unterzogen werden. Mit den vorgelegten Ergebnisse konnte dahingehend Einvernehmen erzielt werden, als künftig im Weinbau einheitliche Abtrifteckwerte gelten und nicht mehr zwischen frühem und spätem Entwicklungsstadium unterschieden wird.

Aus Anlass des im Jahre 2004 von der Bundesregierung verabschiedeten „Reduktionsprogrammes chemischer Pflanzenschutz" konzentrierte sich das Schwerpunktthema im Berichtsjahr auf die Einsparung von Pflanzenschutzmitteln. Da die Biologische Bundesanstalt beabsichtigt, das BBA-Verzeichnis „Verlustmindernde Verfahren" um die Rubrik „Mitteleinsparung" zu erweitern wurde in deren Auftrag eine Methode zur Qualifizierung mitteleinsparender Verfahren entwickelt und im Weinbau erprobt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fanden ihren Niederschlag in den BBA-Richtlinien für die Prüfung von Pflanzenschutzmitteln und Pflanzenschutzgeräten, Teil VII, 2-1.2 und
1-2.3.5 vom Januar 2006. Mit ersten Eintragungen von Geräten oder Verfahrensweisen ist im Jahr 2006 zu rechnen.

Den ständig wachsenden Anforderungen hinsichtlich der Verteilungsqualität und der Dosiergenauigkeit wurde mit der Wiederaufnahme dieses Themas Rechnung getragen. Nach umfangreichen Vorversuchen zur Optimierung der Vertikalverteilung im Berichtsjahr wurde beim ATW eine finanzielle Förderung beantragt. Das zunächst auf 3 Jahre befristete Vorhaben ist Teil eines längerfristigen komplexeren Themengebietes und wird gemeinsam mit dem DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück bearbeitet.

Im konstruktiven Bereich wurde in Zusammenarbeit mit einem Gerätehersteller ein neues Gebläsekonzept auf der Basis eines Radiallüfters entwickelt. Neben umfangreichen Untersuchungen zur Luftstromgeometrie, zur Belagsqualität und zum Abtriftverhalten wurden bereits im Berichtsjahr die für die BBA-Anerkennung erforderlichen Einsatzversuche absolviert. Das Gebläse geht im Jahr 2006 in die Serienfertigung.

 

Literatur

Bäcker, G. (2004): Zeitgemäße Pflanzenschutztechnik – unabdingbarer Bestandteil des modernen Weinbaus Deutsches Weinbau-Jahrbuch 2004. 55: 99 - 113 Schwarz, H.-P. u. G. Bäcker (2005): Culture-specific evaluation of spraying blowers in viticulture Proceedings 9th CIGR-Conference, 79 – 86, Izmir, 2005 

Kontakt

Forschungsanstalt Geisenheim
Von-Lade-Straße 1
D-65366 Geisenheim
Tel. +49 6722 502-0
E-Mail.: info[at]fa-gm[.]de

 

Anschrift

Fachgebiet Technik

Brentanostr. 9

D-65366 Geisenheim

Telefon: +49 6722 502-361

Telefax: +49 6722 502-360

E-Mail: technik[at]fa-gm[.]de