

Die Einführung von Cinerea in die Unterlagenzüchtung ist eng mit dem Namen Carl Börner verbunden.
Im Jahr 1935 begann Dr. Carl Börner in Naumburg mit einem Unterlagenzuchtprogramm. Dessen Ziel war nicht nur eine Toleranz gegen Reblaus, sondern eine völlige Resistenz. Carl Börner entdeckte bei der amerikanischen Wildform Vitis cinerea Arnold eine Hypersensibilitätsreaktion die die Bildung von Blatt- und Wurzelgallen völlig unterbindet und der Reblaus daher keine Nahrungsgrundlage bietet.
Er führte zahlreiche Kreuzungen mit Vitis cinerea Arnold durch, darunter auch einige mit V. riparia.
145 dieser Sämlinge gelangten 1943 in den Prüfgarten von Zell der Versuchsanstalt Neustadt, wo in den 1950er Jahren Helmut Becker und Hans Brückbauer die Züchtungsarbeit fortführten.
In Naumburg wurden die Arbeiten von Carl Börner noch bis in die späten 1950er Jahre fortgesetzt und dann eingestellt, ohne dass weitere Sorten entstanden.
Die Sorten dieser Gruppe veranschaulichen, dass völlige Reblausresistenz in Unterlagen erreichbar ist.
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