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Fachgebiet Rebenzüchtung Und Rebenveredlung

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Die Pfropfrebe löst das Reblausproblem
kriechende Unterlagen bei Ancona
hochgezogene Unterlagen bei Caprino

Unterlagen - die verborgene Hälfte des Weinberges

Der Siegeszug der Reblaus

Zwischen den Jahren 1854 und und 1860 wurde an importierten amerikanischen Wildreben, die als Ziergehölz gedacht waren, ein kleines, nur 0,6 mm großes Insekt eingeschleppt, das den europäischen Weinbau grundlegend verändern sollte, die Reblaus Pylloxera vastatrix oder Dactulosphaira vitifolii.

Die ersten Schäden wurden 1863 sowohl in England als auch in Frankreich festgestellt, aber die Reblaus als deren Verursacher wurde erst 1868 von dem französischen <//span>Forscher Planchon und seinem Team identifiziert. Bereits 1871 galten 100.000 ha Rebfläche in Frankreich als verseucht.

In den folgenden Jahren breitete sich die Reblaus in fast alle Weinbaugebiete der Welt aus.

Bekämpfung durch Unterlagen

Erste Versuche der Quarantäne, Ausrottung von Seuchenherden konnten die Ausbreitung des Insekt zwar verlangsamen es aber nicht aufhalten, bzw. blieben, wie die Kultur auf leichten Sandböden, auf wenige Regionen beschränkt.

Bereits 1872 erkannte der französische Weinbutsbesitzer Leo Laliman aus der Nähe von Bordeaux die Widerstandsfähigkeit amerikanischer Wildreben gegen die Reblaus und zog die richtigen Schlüsse daraus. Die Reblaus konnte durch Veredlung europäischer Edelsorten auf amerikanische Unterlagen bekämpft werden. Dies markiert die Geburtsstunde der Unterlagenzüchtung und des modernen Pfropfrebenanbaus.

 

Kontakt

Forschungsanstalt Geisenheim
Von-Lade-Straße 1
D-65366 Geisenheim
Tel. +49 6722 502-0
E-Mail.: info[at]fa-gm[.]de

 

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Tel. 06722-502121 
Fax. 06722-502120
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