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Fachgebiet Rebenzüchtung Und Rebenveredlung

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420A Millardet et de Grasset

In Deutschland bisher so gut wie nicht verbreitet. Vor allem in Italien, hauptsächlich in der Toskana und in Frankreich vornehmlich im Burgund und in der Charente verwendet.

Herkunft
Entstammt einer Kreuzung von V. Berlandieri (KolleKtion von de Grasset) mit V. Riparia, die der französische Züchter Millardet im Jahre 1888 durchführte. Für Versuchszwecke schickte er 1890 die ersten Pflanzen zu Verneuil in der Charente, 1892 einige Exemplare zu Ravaz in Marsville, wo die ersten Veredlungsversuche durchgeführt wurden. Gegen 1895 suchte er hiervon die besten Stöcke aus, woraus dann später die Unterlage mit der Bezeichnung 420 A hervorging.

Merkmale
Geschlossene bis halboffene Triebspitze mit weißlicher Wollbehaarung, karminrot umrandet. Junge Blätter spinnwebartig behaart, leicht bronziert und sehr glänzend. Ausgewachsenes Blatt auf der Oberseite dunkelgrün an der Unterseite blaßgrün, glänzend; dickes Blatt, herzförmig, dreilappig, wenig gebuchtet: an der Triebbasis immer starkgebuchtet drei- bis fünflappig. Blattrand spitzbogig grob gezahnt, Rand an der Blattunterseite mit leichter Flaumbehaarung; lyraförmige bis offen U-förmige Stielbucht. Blütenstände immer mit männlichen stets unfruchtbaren Blüten. Triebfärbung dunkelgrün mit typischen rötlich violetten Knoten bis hin zur Triebspitze, schwache spinnwebartige Behaarung an der oberen Triebregion.

Eigenschaften
Bei Rebenveredlern ist die Sorte aufgrund ihrer schwierigen Veredelbarkeit und oft unzureichender Bewurzelung nicht besonders beliebt. Sie wird den schwächer wachsenden Unterlagsreben zugeordnet und ist besonders in den ersten Aufwuchsjahren nach der Pflanzung verhalten im Wuchs. Sie hat eine kurze Vegetationszeit und ist deshalb auch für kühlere Gebiete mit kürzeren Vegetationsperioden geeignet. Toleriert bis zu 20% freien Kalk im Boden und ist besonders gut für durchlässige tiefgründige Böden geeignet, bei nur mittlerer Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit. Sie wird von den Winzern im Ausland geschätzt wegen ihrer durch den langsamen Wuchs bedingten Robustheit, was sich positiv auf die Lebenserwartung eines Rebstocks auswirken kann (Galet).

Eintragung beantragt für die Klone:

  • 420 A Millardet et de Grasset Klon 2 Gm
  • 420 A Millardet et de Grasset Klon 7 Gm

Weitere Informationen finden Sie in unserem Geisenheimer Bericht Band 67

Kontakt

Forschungsanstalt Geisenheim
Von-Lade-Straße 1
D-65366 Geisenheim
Tel. +49 6722 502-0
E-Mail.: info[at]fa-gm[.]de

 

Anschrift

Fachgebiet Rebenzüchtung und Rebenveredlung 
Eibinger Weg 1 
D-65366 Geisenheim 
Tel. 06722-502121 
Fax. 06722-502120
email: rebenzuechtung[at]fa-gm[.]de

49° 59' 5" N   7° 56' 55" E