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Fachgebiet Obstbau

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Aktuelle Forschungsprojekte im Fachgebiet Obstbau

Zu den qualitativen Betrachtungen zählen Untersuchungen im Labor, Eigenschaften wie Farbe, Festigkeit und innere Fruchtqualität sind in den letzten Jahren in den Vordergrund gerückt. Im Rahmen des Projektes „Pflanzliche Sekundärstoffe in Steinobst, Schwarzen Johannisbeeren, Karotten, Tomaten, Kürbis und Wein“ erfolgen zur Zeit Untersuchungen zur Ernteterminierung von Zwetschen und die Quantifizierung  pflanzlicher Sekundärstoffe in Abhängigkeit vom Erntetermin. In den Jahren zuvor ist der Einfluss des Reifegrades auf die obstbauliche und sensorische Qualität von Himbeeren sowie deren Gehalte an sekundären Inhaltsstoffen untersucht worden. Generell hat die Sensorik bei Obst in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.
Im Projekt „Umweltstress und nachhaltige Produktion“ wird bei Himbeeren und Johannisbeeren der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Temperatur, die Strahlung und die Nährstoffversorgung auf die Vitalität der Pflanzen hat und ob Sortenabhängigkeiten bestehen.

Auf der Suche nach neuen Produktionstechniken fanden Bewässerungs- und Mulchversuche im Apfelanbau und beim Beerenobst statt. Auch Pflanzenschutzfragen im Rahmen des integrierten und biologischen Apfelanbaus beschäftigen das Fachgebiet immer wieder. Hierzu fanden Versuche hinsichtlich der Wirt-Parasit-Verhältnisse von Apfelschorf (Venturia inaequalis) und Wicklerarten statt. Zur Erforschung neuer Erziehungssysteme stehen Anlagen mit unterschiedlichen Pflanzsystemen bereit. Getestet wurden z.B. schräg gepflanzte Doppelreihen und Zwischenveredlungen mit Kolumnartypen bei Äpfeln und die Eignung bestimmter Birnenunterlagen für das V-Pflanzsystem.

Seit Jahrzehnten werden vom Fachgebiet phänologische Daten erfasst und an den deutschen Wetterdienst zur Erstellung langfristiger phänologischer Datenbanken weitergegeben. Seit 2003 nimmt das Fachgebiet Obstbau am „Global Phenological Monitoring“ (GPM) teil. Dessen Ziel ist die Beobachtung von Zusammenhängen zwischen der Klimaentwicklung und dem zeitlichen Ablauf phänologischer Phasen bei Zierpflanzen und Obstgehölzen.

Bezüglich des Tafeltrauben-Anbaus in Deutschland gehörte das Fachgebiet Obstbau in Geisenheim mit zu den Vorreitern. Wir beschäftigen uns bereits seit 1990 mit der Tafeltraube als Nischenkultur im Obstbau, wobei die Erzeugung dieser interessanten Kultur erst seit Juli 2000 in Deutschland rechtlich vereinfacht wurde. Sowohl die Sortenwahl wie auch ein mögliches Erziehungssystem lassen noch Fragen offen, deren Antworten wir auf der Spur sind.

Auf einigen der Versuchsflächen wird Pflanzmaterial zur Selektion und Prüfung eigener Klone auf unseren Flächen wie auch zur Weitergabe an andere Standorte zur Prüfung ihrer Adaption an andere pedoklimatische Verhältnisse produziert.


 

Kontakt

Forschungsanstalt Geisenheim
Von-Lade-Straße 1
D-65366 Geisenheim
Tel. +49 6722 502-0
E-Mail.: info[at]fa-gm[.]de

 

Anschrift

Fachgebiet Obstbau

Von-Lade-Str. 1

65366 Geisenheim

ph: 06722-502561

fax: 06722-502560

email: obstbau[at]fa-gm[.]de

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