Kennzeichen
Abgefüllter, mit Korkstopfen verschlossener Wein riecht und schmeckt nach Korkrinde
Ursachen
- Waschung der Korkstopfen im Erzeugerland in einem Chlorkalkbad; anschließend Umwandlung von Trichlorphenol durch Mikroorganismen in Trichloranisol, einer für Korkton typischen Verbindung
- Mikroorganismen, welche vor der Korkenherstellung das Korkholz besiedeln, können bei entsprechenden Umweltbedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit) Stoffwechselprodukte ausscheiden, die ebenfalls den Fehlton verursachen
- Durch unerwünschte Aktivität von Schimmelpilzen und Bakterien kann es zur Bildung nichtchlorierter Verbindungen kommen, die ein korkähnlichen Fehlton verursachen
Vermeidung
- Kontrolle der Mikroorganismen während der gesamten Korkstopfenproduktion
- Benutzung fehltonfreier Reinkulturen an Edelschimmelpilzen, welche die Vermehrung der möglicherweise schädigenden, normalen Korkflora hemmen
Abhilfe
Weine mit Korkton können einer Kohle-Behandlung unterzogen werden