Der Methodenkatalog beinhaltet mechanisch-physikalische Messungen. Methoden zur Beschreibung mikrobiologischer und chemischer Eigenschaften von Korken sind in der aktuellen Auflage nicht aufgeführt.
Wichtige Voraussetzung bei der Auswahl der einzelnen Arbeitsmethoden war neben der Sicherheit der Aussagekraft auch die Praktikabilität. Nur Methoden die möglichst wenig störanfällig sind und auch die Untersuchung von umfangreichen Stichproben zulassen, können in der Praxis Anwendung finden.
Die ausgearbeiteten Untersuchungsmethoden - einschließlich Stichprobenauswahl - wurden in Form von QM-Arbeitsanweisungen geschrieben. Sie enthalten genaue Angaben über Zweck und Meßprinzip der Prüfungen, die zur Prüfung erforderlichen Prüfmittel und die Durchführung der Messungen, sowie Hinweise zur Beurteilung der Meßergebnisse.
Es muß hier betont werden, daß zur Durchführung aller Untersuchungen eine geeignete Laboreinrichtung und geschultes Personal vorhanden sein müssen. Gerade bei sensorischen Tests kann nur von erfahrenen Personen eine richtige Auswertung vorgenommen werden. Der Aufwand an Material und Zeit für die Untersuchungen ist enorm. Da es sich bei Naturkorken um ein sehr heterogenes Material handelt, müssen große Stichproben untersucht werden, um gesicherte Aussagen über die Qualität zu ermöglichen.
Daher ist es sinnvoll die Tests an großen Grundgesamtheiten - also möglichst schon frühzeitig bei der Korkherstellung - durchzuführen.
Eine Untersuchung von kleinen Lieferpartien im beschriebeben Umfang wäre völlig unwirtschaftlich und kaum machbar.
Die in den "Geisenheimer Testmethoden" beschriebenen Verfahren entsprechen dem aktuellen Wissensstand.
Sicherlich müssen sie von Zeit zu Zeit den neuesten Erkenntnissen angepaßt werden, weshalb die Aufnahme neuer Methoden in den jeweils aktuellen Metodenkatalog vorgesehen ist.
In der Methodensammlung wird zwischen den
unterschieden.
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