Um mögliche Einsparansätze im Bereich der Weinkellereien abschätzen zu können, ist es notwendig sich über die verbrauchten Mengen und die möglichen Verbraucher zu informieren.

Der Energiebedarf bei der Weinerzeugung im Bereich der Kellerwirtschaft hängt maßgeblich von den vom Weintyp bestimmten Verfahrensschritten, den von diesen benötigten Betriebsstätten, Anlagen und Maschinen ab. Weiter bestimmen der Verarbeitungsgrad, die Produktionsstufen (Fass- bzw. Flaschenwein) sowie die Betriebsstruktur bzw. -größe eine bedeutende Rolle. Zusätzliche Einrichtungen wie Raum- und Tankkühlung, Separieren, Erhitzen, Drucklufterzeugung, Warmwasser, Dampferzeugung oder ein unterschiedlicher Automatisierungsgrad sind charakterisitische Parameter, die die große Schwankungsbreite im Bereich des Energie- und Wasserverbrauchs erklären. So schwanken nach Müller, D. (2002) der Strombedarf zwischen 2 und 40 kWh/hL mit einem Mittel von 13 kWh/hL.
Der Verbrauch verteilt sich nach dem australischen Department of Industry, Tourism and Resources (ITR) (2003) und Müller, D. (2002) zu

Der Wasserverbrauch in Weinkellereien schwankt nach Huck, V. (2007) zwischen 3,5 und 7,5 L Wasser für einen Liter Wein. Adams, K. und O. Walg (1990) differenzieren nach dem Verarbeitungsgrad und erhalten 1,1 m³/ha für die Trauben (0,14 L/L Wein), 13,3 m³/ha für Faßwein (1,66 L/L) und 41,8 m³/ha für die Flaschenweinerzeugung (5,23 L/L). Die Brauchwassermengen verteilen sich nach Müller, D. (1995) zu rund 80% auf Reinigung und Desinfektion der Betriebsstätten, Anlagen und Geräte während der einzelnen Prozessschritte. Hinzu kommen eventuell eine Gärtankberieselung und Wasser zur Konservierung von Holzfässern.
Kennzeichnend für den Energie- als auch den Wasserverbrauch ist der typische Verbrauchsverlauf in Abhängigkeit der anfallenden Arbeit, so dass es zu Spitzenverbrauchswerten im Zeitraum September bis Januar kommt. In Abhängigkeit des 2. Abstiches und der Abfüllung lassen sich dann noch weitere kleinere Spitzen beobachten.
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