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Fachgebiet Bodenkunde und Pflanzenernährung

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Untersuchungen zum Einfluss von Umweltstress auf die Ausbildung des „Untypischen Alterungstones“ (UTA)

Pfliehinger, Otmar Löhnertz, Manfred Großmann, Doris Rauhut, Stefan Muskat

Im Jahr 2005 wurde ein Gefäßversuch mit 600 Großgefäßen (Mülltonen), die in der Erde vergraben wurden, angelegt. Die Versuche in dieser Anlage sollen in den kommenden Jahren (2006 – 2008) laufende Freilandversuche ergänzen und weitere Erkenntnisse über die Bildung von UTA erbringen.

Bei diesem Gefäßversuch sollen die UTA-verursachenden Faktoren - Wasserhaushalt, Stickstoffversorgung der Rebe und Einfluss der Strahlung (UVB) - betrachtet werden.
Neben dem Gehalt an 2-Aminoacetophenongehalt ist der Indolessigsäuregehalt und das antioxidative Potential der Weine von Interesse. Diese Parameter stehen in engem Zusammenhang mit der Bildung von UTA.

Der antioxidative Status der Pflanzen soll anhand von Ascorbat, Glutathion und Teilen des antioxidativen Enzymsystems ermittelt werden. Weiterhin von Interesse sind die Einlagerung von Nährstoffen und die Entstehung von oxidativen Schäden.
Erste Untersuchungen von Aminoacetophenon in Mosten und Weinen des Jahrgangs 2006 bei der Sorte Niagara ergaben, dass die Bildung während der Weinbereitung scheinbar anders verläuft, als bisher angenommen. Hier sind weitere Untersuchungen notwendig.
Bei den unterschiedlichen Müller-Thurgau-Varianten konnten Unterschiede in der Beerenfarbe, der Nährstoffversorgung des Mostes und beim antioxidativen Potential der Weine festgestellt werden.
Erste sensorische Ergebnisse kurz nach der Füllung zeigten nur eine geringe Bildung von UTA. Dieser Bereich muss jedoch weiter verfolgt und durch Aminoacetophenonanalysen untermauert werden.

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