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Fachgebiet Bodenkunde und Pflanzenernährung

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In einem Stickstoff-Langzeitversuch mit einer Laufzeit von inzwischen mehr als zwanzig Jahren (Standort Rheingau, Sorte Riesling) werden grundlegende Arbeiten über Aufnahme und Einlagerung von Stickstoff in die Trauben vorgenommen. Für den Weinbau konnte dabei erstmals eine Unterversorgung von Trauben mit Stickstoff, einschließlich der folgenden Gär- und Qualitätsprobleme in kühleren Klimaten, belegt werden (Löhnertz u. Prior 1995, Prior 1997). Eine umfangreiche Auswertung dieses Versuches ist die Grundlage für N- Effizienzberechnungen (Linsenmeier u. Löhnertz 2006, 2007).Seit 1985 erfolgt in zwölf Varianten mit 4-facher Wiederholung eine differenzierte Stickstoffdüngung von Null, 30, 60, 90 und 150 kg N/ha. Es ist demnach sowohl eine Mangelvariante (Null kg N/ha) als auch eine überdüngte Variante (150 kg N/ha) mit sehr langer Laufzeit vorhanden. So ist eine differenzierte Messung der Verluste an Lachgas in Abhängigkeit langjährig differenzierter Mineraldüngung sowie eine umfangreiche Auswertung der Stickstoffeffizienz möglich.

Linsenmeier, A.; Smit, I.; Pfliehinger, M.; Muskat, S.; Loos, U.; Michel, H.; Löhnertz, O. (2009): Ein Vierteljahrhundert Vollradser Versuch - wahrscheinlich der bestuntersuchte Weinberg der Welt. Deutsches Weinbaujahrbuch, 60:169-177.

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