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Fachgebiet Bodenkunde und Pflanzenernährung

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Die Optimierung der Nährstoffversorgung von Trauben, insbesondere der Stickstoffversorgung, bleibt ein Kernproblem der Pflanzenernährung im Weinbau. Dies ist trotz des vergleichsweise geringen Entzugs an Stickstoff von ca. 25 kg/ha durch Trauben der Fall (Löhnertz 1988). Nicht die Gesamtaufnahme durch die Rebe, sondern die Dynamik der Aufnahme und in besonderer Weise die Einlagerung in die Traube ist sehr komplex. Dabei ist nicht die gesamte Stickstoffmenge in den Trauben, sondern die Einlagerung von hefeverwertbarem Stickstoff von entscheidender Bedeutung. Bei einem Gesamtentzug durch einen normalen Ertrag von ca. 25 kg N/ha liegt der erwünschte Gehalt an hefeverwertbarem Stickstoff mit Konzentrationen >150 mg N/l bei lediglich 1,5 kg Stickstoff/ha. Diese vergleichsweise minimale Menge an hefeverwertbarem Stickstoff, überwiegend in Form von Aminosäuren, wird oft nicht erreicht und muss durch den Zusatz von Hefenährsalzen ausgeglichen werden.

Das vermehrte Auftreten von Gärproblemen, Bittertönen, Böcksern, ein mangelndes Alterungspotential bei trockenen Weißweinen und eine verminderte Weinqualität sind zu beobachten. Langjährige Düngungsversuche im Weinbau weisen auf eine sehr geringe Stickstoffausnutzung durch die Rebe hin. Dies gilt sowohl für die Physiologische Effizienz (PE): (Traubenertrag/Aufnahme aus Dünger), als auch die Aufnahme Effizienz (RE): (N Aufnahme/Düngermenge). Die breitflächige Ausbringung von Mineraldüngern, in der Regel nach dem Austrieb, ist dabei die gängige Praxis. Die empfohlenen Aufwandmengen betragen 40-60 kg N/ha. Insbesondere auf Flächen mit Dauerbegrünung und auf Flächen mit einer mangelnden Wasserversorgung ist die Ausnutzung dieser Düngergaben gering. Bei längeren Trockenphasen, die in Zukunft vermehrt zu erwarten sind, kann kein gezieltes Nährstoffangebot im Bereich der Wurzeln gewährleistet werden.

Ein Angebot über eine Fertigation führt zu einer Erhöhung der N-Einlagerung in die Trauben. Durch eine optimierte Blattdüngung kann der Gehalt in den Trauben ebenfalls deutlich erhöht werden.

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