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Fachgebiet Bodenkunde und Pflanzenernährung

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Mit der Freigabe der Bewässerung im europäischen Weinbau wurden erste Versuche mit einer Fertigation, dem Zusatz von Nährstoffen bei der Bewässerung, vorgenommen. In diesem Bereich gibt es noch keine langjährigen Erfahrungen. In einem dreijährigen Fertigations-Projekt konnten erste Einblicke gewonnen werden (Grimmich et al. 2004).

Hintergrund

Eine Düngung über ein Bewässerungssystem stellt eine Alternative zu der bisher üblichen, mineralischen Bodendüngung dar. Da die Nährstoffe aufgelöst in den Bewässerungsstrom dosiert werden, gelangen sie in den Wurzelbereich der Rebe und können direkt aufgenommen werden. Bei einer mineralischen Bodendüngung, so wie sie üblicher weise im Weinbau Anwendung findet, muss der Dünger zunächst aufgelöst und in den Boden eingewaschen werden. Dazu ist eine feuchte Witterung notwendig und des Weiteren muss die Zeit, die dieser Prozess benötigt, berücksichtigt werden, wenn die Nährstoffe der Pflanze zu ihrem Aufnahmemaximum zur Verfügung stehen sollen. Eine Fertigation kann somit eine bedarfsgerechte, witterungsunabhänige Düngung darstellen.

Projekt

Auf zwei Flächen im Rheingau wurden seit 2002 Versuche zur Fertigation durchgeführt (Abb.1 und Abb.2). Es handelte sich dabei um zwei unterschiedliche Flächen und auch die Versuche, die durchgeführt wurden unterschieden sich.<//span>

Ein zweiter Versuch zur Fertigation wurde 2003 auf einer Fläche des Weingutes Prinz von Hessen in der Gemarkung Geisenheimer Kläuserweg etabliert (Abb. 2). Hierfür wurde eine Tropfbewässerungsanlage mit Einzeltropfern installiert. Die Fläche liegt direkt neben den Betriebsgebäuden. Aufgrund ihre Lage und Bodeneigenschaften besteht hier normalerweise kein Bewässerungsbedarf.

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D-65366 Geisenheim
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